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Protest gegen weiteren Straßenbau in Bielefeld

Aktualisiert: 24. Jan.

Die BI in Herzebrock-Clarholz hat am 21.1.22 zusammen mit Extinction Rebellion und vielen weiteren Umweltverbänden gegen unsere Lebensgrundlagen zerstörende Straßenbauprojekte vor der Niederlassung von „Straßen NRW“ in Bielefeld protestiert und die Stapenhorststraße zeitweise blockiert.

Deutschland verfehlt die Klimaschutzziele in 2022 und wahrscheinlich auch in 2023. Sofortiges Handeln ist also erforderlich, wenn wir den kommenden Generationen keinen unbewohnbaren Planeten hinterlassen wollen. Verkehrsplanende wissen: Jede neue Straße produziert neuen Verkehr. Gleichzeitig verschlingen Straßenbauprojekte Mittel, die für den dringend benötigten Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs fehlen. Mut zur Verkehrswende ist zwingend erforderlich. Die Aktiven fordern einen Stopp für alle geplanten Straßenneubau- und Autobahnprojekte und den massiven Ausbau des Umweltverbunds, d. h. Fuß, Rad, Bus- und Bahn.

Hinzukommt, dass jedes neues Straßenbauprojekt weitere Flächen versiegelt und Naturräume zerstört. Jeden Tag werden in Deutschland Flächen im Umfang von rund 70 Fußballfeldern versiegelt. Wir haben jetzt schon ein massives Artensterben und dünnen unsere Biodiversität immer weiter aus. Ein Drittel der Säugetiere in Deutschland ist laut WWF in seinem Bestand gefährdet.

Zubetonierte und asphaltierte Flächen erhitzen sich im Sommer stark. Städte müssen hier gegensteuern und Gesundheitsvorsorge betreiben.

„Der Neubau von Straßen wie der B64n wäre jedenfalls das völlig falsche Zeichen“, darauf weisen die Aktiven der BI Sundern-Samtholz-Brock in Herzebrock-Clarholz hin und hoffen, dass die notwendige Klimapolitik endlich auch eine Verkehrswende bewirkt.


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