Infos B64n

Politische und planerische Chronologie der B64
 

zunehmender Verkehr

1960er

Steigende Verkehrsentwicklung durch Zunahme von PKW und LKW Bestand erwartet. Bessere Ost-Westverbindung gewünscht. Idee einer vierspurigen Kraftfahrstraße südlich der bisherigen B 51/B 64.

Planung einer Verlängerung der A 43 über das AB-Kreuz Münster-Süd hinaus Richtung Osten scheitert an lokalen Widerständen.

1980er

Rot-Grüne Landesregierung stuft u.a. durch lokale Widerstände, die Umgehungen Beelen und Herzebrock-Clarholz im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2003 zurück.

2003
1990er

Stattdessen Beschränkung auf Bau neuer Ortsumgehungen um Warendorf, Beelen und Herzebrock-Clarholz sowie Ausbau der Zwischenstücke.

2004

Linienbestimmungsverfahren für die B64n im Herbst 2004 abgeschlossen.

Die Entwurfsplanung für die Ortsumgehung Beelen ruht.

2012

Erstellung der Entwurfsplanung für die Ortsumgehungen Warendorf, Beelen und Herzebrock-Clarholz.

2008
2016

Die B 64n wird im Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2030, im Ausbaustandard „2+1“ in den „Vordringlichen Bedarf“ eingestuft.

Von FWG, SPD und Grünen initiierter Beelener Ratsbeschluss spricht sich gegen eine 3-streifige Bundesfernstraße aus. Selbst die CDU stellt einen Antrag gegen die 2+1-Ausbauvariante.

2017

Die Schwarz-Gelbe Landesregierung forciert das Planfeststellungsverfahren.

2017

abnehmender Verkehr

 
Entwicklung des Verkehrs, 2000 – 2015

Das Verkehrsaufkommen ist seit dem Jahre 2000 stetig rückläufig. Die Zählungen werden alle 5 Jahre von Straßen.NRW ausgeführt.

Herzebrock - Clarholz

Zählstelle 4115 / 2274

2000

2010

2015

Vergleich 2000 / 2015

PKW

11.296

8.512

8.694

-23,03%

LKW

2.843

2.088

1.806

-36,48%

Gesamt Kfz.

14.139

10.600

10.500

-25,74%

Beelen

Zählstelle 4014 / 2305

2000

2010

2015

Vergleich 2000 / 2015

PKW

9.877

9.137

7.680

-22,24%

LKW

2.064

1.463

1.420

-31,20%

Gesamt Kfz.

11.941

10.600

9.100

-23,79%

Warendorf

Zählstelle 4013 / 4317

2000

2010

2015

Vergleich 2000 / 2015

PKW

11.565

10.744

10.533

-8,92%

LKW

1.499

1.456

1.067

-28,82%

Gesamt Kfz.

13.300

12.200

11.600

-12,78%

Telgte

Zählstelle 4012 / 5330

2000

2010

2015

Vergleich 2000 / 2015

PKW

18.711

16.363

16.062

-12,78%

LKW

2.032

1.057

1.018

-49,90%

Gesamt Kfz.

20.743

19.724

19.052

-8,15%

 
Planerischer Verlauf der B64n zwischen Münster und Rheda-Wiedenbrück
B64 heute
B64 heute

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Bis 2015: B64n als Teilprojekte der Ortsumfahrungen Warendorf, Beelen und Herzebrock-Clarholz
Bis 2015: B64n als Teilprojekte der Ortsumfahrungen Warendorf, Beelen und Herzebrock-Clarholz

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Nördliche und südliche schematisch dargestellte Parallelwegenetz. Für Fahrzeuge unter 60 km/h und Li
Nördliche und südliche schematisch dargestellte Parallelwegenetz. Für Fahrzeuge unter 60 km/h und Li

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B64 heute
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Plandaten mit und ohne B64n
contra_strassenbau.png
  • Ca. Vervierfachung des heutigen LKW-Verkehrs
    (Quelle BVWP 2030)

     

  • Ca. Verdoppelung des PKW-Verkehrs
    (Quelle BVWP 2030)

     

  • Ca. Halbierung des Verkehrs innerhalb der Ortsdurchfahrten, ca. 80% weniger Schwerlastverkehr
     

  • Ersparnisse durch verkürzte Reisezeit, Verkehrssicherheit und impliziten Nutzen
     

  • innerorts städtebaulich kaum Änderungen möglich
    (Quelle BVWP 2030)

     

  • Rückstufung der innerörtlichen B64 zur Kreis- oder Gemeindestraße, folglich Kostenübernahme der Instandhaltung auf lokaler Ebene
     

  • Neue Lärm- und Schadstoffbelastung direkt am Ortsrand
     

  • Hoher Flächenverbrauch
     

  • Weitere Zerschneidung und somit Begrenzung der räumlichen Ortsentwicklung

pro_strassenbau.png
  • Tendenziell rückläufiger LKW-Verkehr
    (Quelle BVWP 2030)

     

  • Tendenziell rückläufiger PKW-Verkehr
    (Quelle BVWP 2030)

     

  • Verkehrsaufkommen wie oben beschrieben
    (Quelle BVWP 2030)

     

  • Keine Kostenersparnisse zu erwarten

     

  • Ertüchtigung der bestehenden Trasse möglich, u.a. durch Verbesserung des Verkehrsflusses: Abbiegespuren, intelligente Ampelschaltungen, Schließung und/oder Sicherung von Bahnübergängen und Bahntakthalbierung
     

  • Keine finanzielle Belastung der Gemeinden
     

  • Keine zusätzliche Schadstoff- und Lärmbelastung
     

  • Kein Flächenverbrauch
     

  • Freie räumliche Dorfentwicklung möglich